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BRUTBIOLOGIE DER UFERSCHWALBEN
 

Daten zur Brutbiologie der Uferschwalbe (Hölzinger: Die Vögel Baden-Württembergs, Singvögel 1, Ulmer-Verlag 1999)

Brutorte:
Der Lebensraum der Uferschwalbe sind lehmig, sandige Steilufer unbegradigter Flüsse. Da diese Primärbiotope selten geworden sind, besiedelt die Schwalbe in der heutigen Kulturlandschaft Sekundärbiotope, also frisch abgebaggerte Kies- und Sandgruben.

Legebeginn:
4-5 Tage nach Fertigstellung des Nestes. Hauptlegezeit in Westeuropa
11. – 31. Mai. (In Baden-Württemberg bis 9. Juni.)

Gelegegröße:
4 – 7 Eier. Witterungsabhängig.

Brutdauer:
12 – 16 Tage. Beide Geschlechter brüten.

Nestlingszeit:
16 – 23 Tage, im Mittel ca. 19 Tage. Die Jungvögel werden in der zweiten Hälfte Juni und Anfang Juli, Jungvögel der zweiten Brut nicht vor Ende August/Anfang September flügge. In Baden-Württemberg dürften somit Daten bis zum 31. Juli Erstgelegen zuzurechnen sein.

Führungszeit und Familienverband:
Ausgeflogene Jungvögel kehren noch etwa eine Woche lang wieder in die Brutröhre zurück, wo sie weiter gefüttert werden und auch übernachten. Die Ausflüge werden täglich länger und die Röhre wird am Schluss nur noch zum Übernachten aufgesucht. Schließlich wird der Familienverband aufgelöst.

Zusammenfassung:
Die Uferschwalbe ist ein Langstreckenzieher und überwintert in West- und Südafrika. Sie macht in ihrer Brutheimat, z.B. in Baden-Württemberg, 1-2 Jahresbruten. Der Anteil der Zweitbruten ist vom Legebeginn der Erstbrut und von der Witterung abhängig. Von der Ankunft aus dem Winterquartier (Ende April) bis zum Wegzug (Ende September) ins Winterquartier vergehen rund fünf Monate.




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