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Störche in Ingersheim
Störche in Crailsheim

STÖRCHE IN CRAILSHEIM-INGERSHEIM

Ansiedlung in Ingersheim


Weißstorchansiedlung in Crailsheim/Ingersheim

Seit Mai 2012 gibt es in Crailsheim, auf dem Dach des Rathauses eine Nistplattform für Weißstörche. Bereits in diesem Jahr wurden einige "Besichtigungen" durch Weißstörche registriert. Seit 2013 wurde dort jedes Jahr gebrütet.
Seit April 2013 gibt es dort eine Webcam.

2013 gab es dort aber keinen Nachwuchs. Vermutlich waren die Eier nicht befruchtet.
2014 war mit 3 beringten Jungstörchen schon überdurchschnittlich gut, was 2015 mit vier beringten Jungstörchen noch gesteigert wurde.

2016 hat das erfolgreiche Paar, das im Nahrungsgebiet überwintert hat, (das Männchen wurde im Elsass beringt und das Weibchen im Nürnberger Zoo) sein Domizil mitten in sein Nahrungsgebiet verlegt und baute 1,5 km südlich, oben auf den Antennen eines Mobilfunkmastes bei den Ingersheimer Sportanlage, ganz ohne Nisthilfe, ein völlig neues Nest. Ein Nistplatz mit totaler Übersicht auf das Nahrungsgebiet.

Die gerade mal 300 m entfernte, im Jahr 2012 installierte komfortable Nisthilfe auf dem Kirchturm der Matthäuskirche in Ingersheim, wurde dabei einfach ignoriert.
Man sieht, auch Störchen haben ihren eigenen Kopf.

Es versteht sich, dass die Crailsheimer Weißstorchfreunde jetzt enttäuscht sind und nicht mehr per Webcam zuschauen können, was im Nest passiert.
Ob dort auf dem Rathaus evtl. ein neues Paar einzieht muss man abwarten. Es ist nicht auszuschließen, dass das alte Paar das evtl. zu verhindern versucht, denn es geht dann zwangsläufig um dasselbe Nahrungsgebiet. Nur wenn genug Nahrung für zwei Paare da ist werden sie es dulden.

Zum Tagebuch von 2016 hier klicken [17 KB]

Pressebericht Beringung Ingersheim 2017 [102 KB]




Weißstorchjahr 2017 in Ingersheim


18./19.01.2017  

Das Ingersheimer Nest wurde offensichtlich bei Wartungsarbeiten zerstört und heruntergeworfen. Eine Anwohnerin hat gesehen, dass ein Wartungstrupp mit einem Kleinbus, Kennzeichen bekannt, dort arbeitete.  

26.01.2017 

Es wurde ein Telefongespräch mit der zuständigen Person beim Sendemastbetreiber Telxius, geführt. Dort wusste man von nichts. Es wurde versichert, dass die externen Wartungsfirmen angewiesen werden, Nestentfernungen ohne Genehmigung zu unterlassen. Da die Störche nach erfolgreicher Brut dort erfahrungsgemäß wieder ein neues Nest bauen werden, wurde mit ihm vereinbart, dass dort auf der Mastspitze, noch vor der Brutzeit, vom Sendemastbetreiber eine Nisthilfe installiert wird. Falls das bis zum Brutbeginn nicht möglich sein sollte, darf ein neues Nest auf keinen Fall ohne Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde enfernt werden.  

28.01.2017 

Mitteilung einer Anwohnerin, dass am Abend 2 Störche auf dem Sendemast saßen.  

21.02.2017  

Auf telefonische Nachfrage bei der Betreiberfirma, ob und wann die Nistplattform auf den Mast gebaut wird, wurde von per E-Mail mitgeteilt, dass das Anbringen einer Nisthilfe auf der Mastspitze aus statischen Gründen leider nicht möglich ist. Der Telefonica würde deshalb nicht anderes übrig bleiben, als das Nest von Zeit zu Zeit entfernen zu lassen.  

26.02.2017  

Mitteilung aus Ingersheim, dass das Weißstorchpaar seit heute vergeblich versucht, auf dem Mobilfunkmast ein neues Nest zu bauen. Die Äste würden aber immer wieder herunterfallen.  

03.03.2017  

Am Abend wurde das vorjährige Brutpaar auf dem Jagstwiesen ca. 400 m südöstlich des Mobilfunkmastes bei der Suche nach Nahrung festgestellt. Auf dem Mobilfunkmast war der Nestbau inzwischen so weit fortgeschritten, dass etwa ein Drittel davon wieder hergestellt war.
Die Sendemastbetreiberfirma wurde davon per E-Mail in Kentnis gesetzt und darauf hingewiesen, dass jetzt nicht mehr ins Nest eingegriffen werden darf.  

07.03.2017  

Am Abend wurde festgestellt, dass das Weißstorchpaar das Nest inzwischen fertiggestellt hat und mit dem Ausbau beschäftigt ist. Auf dem Nest wurde auch übernachtet.  

08.03.2017  

In einen Telefongespräch mit dem Verantwortlichen der Sendemastbetreiberfirma wurde von diesem mitgeteilt, dass er die Wartungsfirma, die das Nest im Januar entfernt hat, festgestgestellt und dieser den Sachverhalt mitgeteilt hat. Das Nest sei aus Unwissenheit entfernt worden, was nicht wieder vorkommen wird. Falls das Nest nach einer gewissen Zeit wieder entfernt werden muss, wird auf jeden Fall vorher die Genehmigung der Oberen Naturschutzbehörde eingeholt.  

13.03.2017  

Das Nest ist weiter ausgebaut. Am Abend kam das Männchen mit Polstermaterial zum Nest und baute dieses sofort ein. Anschließend stand es längere Zeit bewegungslos im Nest.  

20.03.2017  

Beide Störche stehen am späten Abend auf dem Nest und paaren sich.  

22.03.2017  

Am Abend (Dämmerung) ist zunächst nur das Weibchen stehend und sitzend im Nest. Noch kein Brüten. Zur Übernachtung kommt das Männchen mit Polstermaterial in Nest zurück und verteilt dieses. Beide stehen anschließend im Nest.  

29.03.2017  

Ab heute wird zweifellos auch in Ingersheim gebrütet. Zunächst waren beide Störche im Nest. Das Weibchen sitzend. Dann flog das Männchen zu einem Acker in der Nähe, der gerade umgepflügt wurde, zur Nahrungssuche ab. Das Weibchen erhob sich kurz, lockerte den Nestboden und setzte sich, das Gelege in das Gefieder einrutschend, wieder hin.  

31.03.2017  

Es wurde leider etwas verspätet mitgeteilt, dass über dem Weißstorchnest auf dem Mobilfunkmast in Ingersheim eine Drohne kreist. Leider konnte der Drohnenpilot nicht mehr angetroffen werden.
Da es sich beim Weißstorch um eine streng geschützte Vogelart handelt unterliegt auch der Brutplatz diesem Schutz . Ein solcher Drohnenflug kann dazu führen, dass die Vögel die Brut aufgeben und wegziehen.
Deshalb sollten solche Drohenaktionen an einem Weißstorchnest unbedingt, am besten gleich bei der , gemeldet werden.  

04.04.2017  

Es wird weiterhin offensichtlich ohne Probleme gebrütet. Der Schlupf der ersten Küken wird zum 30.04.2017 erwartet.  

02.05.2017  

Es sind heute offensichtlich die ersten Küken im Nest (Schlupftermin war der 30.04.2017). Teilweise aufgeregtes häufiges Aufstehen des brütenden Weibchens mit häufigen längerem Stochern in der Nestmulde. Parallel dazu machte das Männchen mehrere Nestbauflüge und baute das Nest weiter aus.  

05.05.2017  

Im Nest des Brutpaares auf dem Mobilfunkmast könnte sich , wie in den letzten Jahren eine größere Kükenzahl befinden. Vom Altstorch wurden nach der Fütterung nur wenige größere Teile wieder selbst aufgenommen. Auch hier muss man wegen der Höhe noch eine gewisse Zeit warten.  

12.05.2017  

Bei einer Ablösung des Männchen konnte bei einer Fütterung festgestellt werden, dass mindestens vier Küken im Nest sind. Ein fünftes kann nicht ausgeschlossen werden.  

16.05.2017  

Am frühen Abend bei allerbestem Wetter konnte beobachtet werden, dass dieses Jahr wieder fünf Küken im Nest sitzen. Die Störchin kippte bei einer Fütterung eine auffallend große Menge Nahrung ins Nest.  

23.05.2017  

Am Abend ließen sich bei einer Fütterung vier Küken sehen.  

01.06.2017  

Es sind immer noch vier Küken im Nest, die sich offensichtlich gut entwickeln.  

08.06.2017  

Im Ingersheimer Nest wird in relativ kurzen Abständen gefüttert. Die Jungstörche sind inzwischen kräftig gewachsen. Am Mittwoch, 14.06.2017, um 18:00 Uhr werden sie beringt.  

14.06.2017  

Nur mittels eines Autokrans mit angehängtem Personenkorb konnte das Nest in 37 m Höhe nach Abschaltung der Antennen auf dem Mobilfunkmast ereicht werden. Die vier schwergewichtigen Jungstörche erwiesen sich als gesund und wurden mit den üblichen ELSA-Ringen versehen.  

26.06.2017  

Die Viererbande ist dabei die Flugmuskeln zu kräftigen und es konnten auch schon kleine Hüpfer beobachtet werden. Im Nest wird es jetzt teilweise schon ganz schön eng.  

29.06.2017  

Das Quartett legt heute einen Faulpelztag ein. Alle sind noch im Nest und liegen flach.  


10.07.2017 

Es sind immer noch alle vier Jungstörche im Nest. Keine großen Aktivitäten.  

12.07.2017  

Am Abend sind nur noch drei Jungstörche im Nest. Als das Weibchen zu iner Fütterung im Nest landet versucht ihr der vierte Jungstorch zu folgen, konnte aber erst im dritten Anlauf bei sehr heftigem und vor allem böigem Wind sicher im Nest landen.  

13.07.2017  

Bei einer Fütterung am Abend sind alle vier Jungstörche im Nest.  

14.07.2017  

Alle vier Jungstörche hatten das Nest verlassen und waren am Abend wieder im Nest.  

15.07.2017  

Der ganze Familienverband war heute Nachmittag auf den Dächern von Altenmünster unterwegs. Am Abend saßen die vier Jungstörche auf dem Dach der Matthäuskirche in Ingersheim.  

16.07.2017  

Am späten Vormittag war der gesamte Familienverband ausgeflogen. Um die Mittagszeit kamen alle nach und nach zurück. Die vier Jungstörche ins Nest, die beiden Altstörche auf ihren Übernachtungsplatz eine Etage tiefer auf einem Ausleger der Antenne.  

24.06.2017  

Der gesamte Familienverband konnte am Abend ca. 400 m südlich von Altenmünster, auf einer Wiese rechts der Straße nach Ingersheim, bei der Nahrungssuche angetroffen werden.  

02.08.2017  

Wie mir berichtet wurde flogen insgesamt 10 Störche um das Nest auf dem Mobilfunkturm. Danach wurden keine Jungstörche mehr im Nest gesehen.  

04.08.2017  

Am Abend stand das Brutpaar ruhend im Nest und betrieb ausgiebig Gefiederpflege. Vermutlich wird es wieder im Bereich des Brutplatzes überwintern.  



Galerie zur Storchansiedlung 2017

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